< zurück

Bewegungsfreude und starke Gelenke bis ins hohe Alter – welche Rolle spielt dabei die Ernährung des Hundes

Degenerative Gelenkserkrankungen- die Arthrose, kommt heutzutage leider bei sehr vielen Hunden vor. Längst sind nicht mehr nur ältere Tiere daran erkrankt, sondern die Erkrankung tritts bereits bei jüngeren Hunden auf.

Was ist Arthrose?

Arthrose (Gelenkverschleiß) ist ein Schaden am Gelenk, der dazu führt, dass der Gelenkknorpel beginnt sich abzubauen. Im chronischen Fall kommt es zu Umbauprozessen in den Gelenkoberflächen und auch der Knochen. Begleitet ist diese Erkrankung von Symptomen wie Einschränkungen der Bewegung und Schmerzen. Arthrosen können in jedem Gelenk auftreten, betreffen aber hauptsächliche Gelenke, die stark belastet sind. Als wichtiger Punkt an dieser Stelle zur Vorbeugung vor Gelenksproblemen ist, die Vermeidung von Übergewicht, denn wenn viel Gewicht auf den Gelenken lastet kommt es schneller zu entzündlichen Prozessen. Eine qualitativ hochwertige und ausgewogenen Grundernährung ist für die gesamte Gesunderhaltung des Hundes also von großer Bedeutung, genauso wie auch für einen gesunden Bewegungsapparat. Des Weiteren sind starke sportliche Belastungen, genetische Veranlagungen, Stellungsfehler, Hüftprobleme, schlecht verheilte Verletzungen oder Überlastungen meist Auslöser von Arthrose.

Wichtige Nährstoffe für einen vitalen Bewegungsapparat

Betrachtet man den Gelenksapparat ist zu beachten, dass Knorpel, Bänder und Sehnen nur in sehr geringem Maße durchblutet sind. Die Nährstoffversorgung geschieht daher durch Flüssigkeiten, die die benötigten Nährstoffe in das Gewebe transportieren. Dies passiert durch einen Pump-Effekt in Bewegung. Deswegen ist neben einer optimalen Versorgung mit allen essentiellen Nährstoffen auch die Bewegung wichtig, um diese Nährstoffe in das jeweilige Gewebe zu transportieren. Dieser Vorgang ist sehr störungsanfällig und reagiert äußerst empfindlich darauf, wenn nicht genügend Nährstoffe aus der Nahrung vorliegen oder wichtige Nährstoffe grundsätzlich fehlen oder der Hund zu wenig Bewegung hat.

Schon Hippokrates sagte: Lasst die Nahrung Therapie sein.

Eine gezielte Ergänzung mit speziellen Vitalstoffen zeigt eine bewährte Unterstützung, um die Bewegungsfreude und einen vitalen Bewegungsapparat des Hundes langfristig zu fördern. Hierbei können spezielle Nährstoffe sowohl präventiv (vorbeugend) als auch unterstützend bei bereits vorhandenen Störungen und akuten Problemen eingesetzt werden. Gezielte Gaben von Nährstoffen und Naturstoffe sorgen dabei für eine optimale Versorgung von Gelenken, Sehnen, Knorpel und des gelenkumgebenden Gewebes. Anders als Medikamente zeigen viele dieser Stoffe eine sehr zuverlässige Wirkung, ohne den Organismus mit Nebenwirkungen zu belasten, denn im chronischen Fall ist meist eine lebenslange Behandlung erforderlich. Nahrungsergänzungen stehen hier im Fokus, die häufig eine entscheidende Lösung darstellen können und auch vorbeugend Nährstoffe zur Verfügung stellen, die einen positiven und präventiven Aspekt aufweisen.
Welche Nährstoffe und Naturstoffe stehen zur Verfügung?

Die Glucosaminoglykane – GAG

Glucosaminoglykane haben einen hohen Stellenwert in der Ernährungstherapie als auch vorbeugende Effekte bei degenerativen Gelenksproblemen. GAG’s sind langkettige Aminozucker und wichtige Bausteine für das Knorpelgewebe. Normalerweise werden GAG’s im Körper von Menschen und Tieren gebildet. Diese Eigensynthese ist im Alterungsprozess reduziert und unzureichend, ebenso bei starken Belastungen oder auch nach Verletzungen. Dadurch kann es zu Unterversorgung in Gelenken, Sehnen und Bändern kommen. GAG’s sind also Nährstoffe für das Bindegewebe und helfen bei der Regeneration. Dadurch haben sie ihre Bezeichnung als Knorpelschutzstoffe verdient.

Zur Gruppe der Glucosaminoglykane gehören:

  • Glucosamin
  • Chondrotinsulfat
  • Hyaluronsäure

Glucosamin – nährt das Knorpelgewebe

Glucosamin kommt in der Knorpelsubstanz und in der Gelenkschmiere vor. Glucosamin kann den Knorpelabbau vorbeugen und ist eine Substanz, die zur Herstellung der „Gelenkschmiere“ der sogenannten Synovialflüssigkeit benötigt wird, ein natürlicher Bestandteil des Knorpels.

Chondroitinsulfat – verleiht dem Knorpelgewebe Widerstandfähigkeit

Chondoritinsulfat ist ein wichtiger Bestandteil des Knorpels; diese Substanz verleiht dem Knorpelgewebe die Widerstandsfähigkeit gegen äußeren Druck, speichert Wasser und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Diese Funktion ist immens wichtig, da der Knorpel nicht mit Blutgefäßen durchzogen ist. Der Rückgang von Chondroitinsulfat im Knorpel ist hauptsächlich für das Entstehen von Arthrosen verantwortlich. Die Aufnahme von Chondroitinsulfat kann schmerzlindernd wirken und die Gelenkfunktion wieder verbessern.

Hyaluronsäure – schützende Wirkung für den Knorpel

Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Synovialflüssigkeit und Vorstufe zur Bildung von Glucosamin. Hyaluronsäure erhöht die Fließeigenschaft der Synovialflüssigkeit in den Gelenken was zu einer Reduzierung der Reibung zwischen Gelenken und Knorpel führt; die Synovialflüssigkeit agiert außerdem noch als Puffer bei auftretenden physischen Belastungen.

Methylsulfonylmethan (MSM) – hält das Bindegewebe stabil und elastisch

MSM ist ein natürlicher, organischer Schwefel. Schwefel ist wichtig für den Knorpelaufbau, Baustein von Enzymen und Immunglobulinen; wirkt entgiftend, entzündungshemmend und schmerzlindernd bei entzündlichen Prozessen in der Muskulatur und dem Bewegungsapparat. Die Bioverfügbarkeit ist sehr gut und hält somit das Bindegewebe stabil und elastisch. Studien aus der Humanmedizin haben gezeigt, dass MSM in Kombination mit Glucosamin Schmerzen schneller lindern kann sowie Schwellungen reduzieren und die Gelenkfunktion z.B. bei Arthrose wirkungsvoller verbessern kann.

Weihrauch – vielfältige entzündungshemmende Fähigkeiten

Das Harz des indischen Weihrauchbaumes (Boswellia serrata) wird als natürliches Heilmittel der orientalischen und indischen Naturmedizin bereits seit über 3.000 Jahren eingesetzt; neben ätherischen Ölen, Gerbstoffen u.a. enthält das Gummiharz verschiedene Boswelliasäuren (ca. 5-8%). Von diesen Säuren weiß man, dass sie eine entzündungshemmende Eigenschaft besitzen.
Entzündliche Erkrankungen werden im Körper durch ein bestimmtes Enzym (5-Lipoxygenase) verursacht und aufrechterhalten. Boswelliasäuren hemmen die Aktivität des Enzyms 5-Lipoxygenase. Boswellia wird eingesetzt bei Gelenkbeschwerden (Arthrose) und u.a. auch bei Atemwegserkrankungen mit einer entzündlichen Beteiligung, entzündlichen Darmerkrankungen und zur Anregung des Immunsystems.

Alle diese beschriebenen Nähr- und Naturstoffe bieten in Kombination mit einer natürlichen, hochwertigen und ausgewogenen Nahrung eine hervorragende Möglichkeit unsere Hunde lange in ihrer Vitalität und Bewegungsfreude zu fördern.

Präparate mit Nähr- und Naturstoffen für den Bewegungsapparat